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Integration

Im Landkreis Oberhavel leben viele neu zugewanderte Menschen, die erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Sie stehen vor der Herausforderung, Deutschkenntnisse zu erwerben, die Bestimmungen des Grundgesetzes kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu schließen, den Arbeitsmarkteinstieg zu schaffen und zugleich ihre Kinder beim Ankommen im schulischen Alltag zu unterstützen.

Mit dieser Seite möchte der Fachbereich Soziales und Integration unter anderem:

  • über laufende, geplante und frei zugängliche Integrationsmaßnahmen informieren
  • gesetzliche Regelungen erläutern
  • auf Fördermittel für Integrationsmaßnahmen hinweisen
  • Angebote der non-formalen Bildungsarbeit präsentieren

Schulung: Mit Kindern und Jugendlichen zum Themenfeld Flucht arbeiten

Bei der Schulung des Projekts „Heimat 2.0 [on Tour]“ werden die Teilnehmenden – ehren- und hauptamtliche Akteurinnen und Akteure verschiedenster Lern- und Begegnungsorte – darin geschult, das Themenfeld Flucht, Migration und Zusammenleben in ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren miteinzubinden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Maßnahme wird gefördert von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt und der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg.

Wann? Samstag, 10.12.2022, von 11.00 bis 16.30 Uhr

Wo? freiLand Potsdam (Friedrich-Engels-Straße 22, 14473 Potsdam, Haus 1)

Die Anmeldung erfolgt unter anmeldung@steb-ev.org oder Telefon 0331 979278-27

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter https://integration-trifft-schule.steb-ev.org

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Mädchenwochenende Girls United

Im Rahmen des Projekts „Perspektive Bleiben“ findet vom 2. bis 4.12.2022 in der DGB-Jugendbildungsstätte in Flecken Zechlin das Mädchenwochenende Girls United statt. In dieser Zeit haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Freundinnen kennenzulernen, sich in Selbstverteidigung auszuprobieren, an einem Fotoworkshop teilzunehmen und gemeinsam zu tanzen. Das Mädchenwochenende bietet Raum für Austausch, Aktion und eigene Ideen. Die Veranstaltung richtet sich an die Teilnehmerinnen im Alter von 15 bis 18 Jahre. Bei Bedarf kann der Veranstalter sprachmittelndes Personal einsetzen. Der Teilnahmebetrag in Höhe von 10 Euro für die gesamte Veranstaltungsdauer kann unter Umständen erlassen werden. Die Teilnehmerinnen werden verpflegt und in Zwei- bis Fünfbettzimmern untergebracht. Die gemeinsame Anreise erfolgt ab Gransee. Bei Fragen und zur Anmeldung melden Sie sich bitte bei Frau Zimmermann per E-Mail an annette.zimmermann@dgb-jbs.de und telefonisch unter 0159-06840602.

Förderung geflüchteter Studienbewerberinnen und -bewerber aus der Ukraine

Geflüchtete aus der Ukraine mit einem Aufenthaltsstatus nach § 24 des Aufenthaltsgesetzes können beim Garantiefonds Hochschulbereich die studienvorbereitende Förderung beantragen. Anträge auf Förderung können online gestellt werden. Die Anmeldung zu einem Beratungsgespräch erfolgt hier. Gefördert werden unter anderem folgende Maßnahmen:

  • studienvorbereitende Deutschsprachkurse,
  • Kurse zum Erlernen der englischen Sprache,
  • Seminare, die auf das Studium und/oder besondere Bewerbungs- und Prüfungsseminare vorbereiten,
  • fachspezifische Vorbereitungskurse zum Studienkolleg und Studium,
  • Teilnahme an Kursen zur Erlangung der deutschen Fachhochschul- beziehungsweise Hochschulreife.

Ausführliche Informationen in russischer und englischer Sprache finden Sie hier.

Projekt der Kreismusikschule für ukrainische Geflüchtete

Am Samstag, 04.06.2022, um 16.00 Uhr lädt die Kreismusikschule Oberhavel in den Kultursaal des Oranienwerkes (Kremmener Straße 43, 16515 Oranienburg) ukrainische Geflüchtete zu einem Konzert ein. Die Gäste lernen bei diesem Konzert ukrainische Musikerinnen kennen, die die Geflüchteten künftig unterstützen möchten: Ab Juni haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Ukraine die Möglichkeit, folgende Unterrichtsangebote wahrzunehmen:

  • Klassischer Gesang
  • Pop-Gesang
  • Musiktheorie
  • Klaviersolo
  • Stimmbildung
  • Singen in Ensembles

Im Auftaktkonzert am 04.06.2022 werden diese Angebote vorgestellt. Informationen in ukrainischer Sprache können hier aufgerufen werden.

Möglichkeiten für den Spracherwerb

Die Übersicht der Sprach- und Integrationskurse wurde aktualisiert und kann auf dieser Webseite unter Dokumente heruntergeladen werden.

Die TüftelAkademie hat ein Bildwörterbuch erstellt, um ukrainischen Geflüchteten sowie freiwilligen Helferinnen und Helfern die Kommunikation untereinander zu vereinfachen. Das Bildwörterbuch kann hier heruntergeladen werden. 

Buchstaben.com hat in Zusammenarbeit mit Lehrkräften sowie ukrainischen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern ein PDF-Lernheft entwickelt, das ukrainischen Geflüchteten die Grundzüge der deutschen Sprache leicht verständlich und übersichtlich näher bringen soll. Das Lernheft kann hier heruntergeladen werden.

Solange Sie noch auf den Start Ihres Integrationskurses warten, besteht die Möglichkeit, Deutsch mit Hilfe des kostenfreien Lernportals des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e. V. (www.vhs-lernportal.de) selbstständig zu lernen. Ab sofort sind alle Deutschkurse bis einschließlich Niveau B1 im vhs-Lernportal auch auf Ukrainisch verfügbar. Die Anmeldemaske, die Bedienoberfläche und alle Aufgabenstellungen wurden ins Ukrainische übersetzt. Zum Lernen werden lediglich ein Smartphone und ein Internetzugang benötigt. Zu jedem Deutschkurs gibt es zudem passende Apps, mit denen auch offline gelernt werden kann. Die Apps sind ebenfalls in einer ukrainischen Version verfügbar. Informationen zur Registrierung auch in ukrainischer Sprache finden Sie hier.

Lingoda bietet ebenfalls kostenlose Online-Kurse an. Die Kurse finden an sieben Tagen pro Woche statt. Jeden Tag zwei Mal: um 10.00 und 16.00 Uhr. Teilnehmende erhalten zudem kostenloses Lernmaterial. Interessenten können sich per E-Mail unter helpukraine@lingoda.com anmelden. Ausführliche Informationen in ukrainischer und russischer Sprache finden Sie hier.

Kostenlose Sprachkurse sowie Kurse zur beruflichen Orientierung bietet das Institut für Berufliche Bildung an. Ausführliche Informationen in deutscher und ukrainischer Sprache finden Sie hier.

Die kostenlose Sprachlern-App Babbel unterstützt Geflüchtete beim Spracherwerb. Ausführliche Informationen dazu in ukrainischer Sprache finden Sie hier. Eine weitere kostenlose Sprachlern-App ist Jicki. Informationen dazu in ukrainischer Sprache sind hier zu finden.

Finanzielle Unterstützung ehrenamtlicher Willkommensinitiativen durch die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg

Willkommensinitiativen können bei der Integrationsbeauftragten des Landes bis zu 2.000 Euro für die Durchführung von integrativen Veranstaltungen, Freizeitangeboten, niedrigschwelligen Beratungs- und Betreuungsangeboten, des Deutschunterrichts sowie für die Begleitung bei Behördengängen beantragen. Ausführliche Informationen zur Antragsstellung können hier aufgerufen werden.

Förderung von Integrationsmaßnahmen aus dem Europäischen Asyl-, Integrations- und Migrationsfonds (AMIF)

Die zur Verfügung stehenden Mittel aus dem AMIF können auch zur Aufnahme und Integration von Geflüchteten aus der Ukraine eingesetzt werden. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen unter anderem:

  • Informationsangebote und Übersetzungsleistungen sowie Einsatz von Sprachmittelnden im Zuge der Aufnahme, Versorgung und Erstintegration
  • Maßnahmen zur Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der Schutzsuchenden
  • Betreuung schutzbedürftiger Migrantinnen und Migranten
  • Maßnahmen zur Förderung und Eingliederung von Frauen in die Gesellschaft
  • Kompetenzförderung der Eltern
  • Beratung, Betreuung, Begleitung und Angebote für Kinder und Jugendliche
  • Angebote für die ältere Generation der Kriegsflüchtlinge
  • Förderung der aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
  • Stärkung des Ehrenamts
  • Ergänzende Maßnahmen zu Integrationskursen und zur Erstorientierung

Zur Zielgruppe der Integrationsmaßnahmen zählen neben den ukrainischen Geflüchteten auch Asylsuchende nach Artikel 16a, Personen mit Flüchtlingsstatus oder subsidiärem Schutzstatus im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU, anerkannte Asylberechtigte, Drittstaatsangehörige, die vorübergehenden Schutz im Sinne der Richtlinie 2001/55/EG genießen und Personen, die aus humanitären Gründen aufgenommen wurden. Darüber hinaus haben auch Personen mit einer Duldung, die eine Berechtigung zur Teilnahme an einem Integrationskurs bzw. Berufssprachkurs haben, den Zugang zu den Integrationsmaßnahmen. Möglich sind Maßnahmen, an denen sowohl EU-Bürger, als auch anerkannte Geflüchtete und geduldete Personen teilnehmen.

Zuwendungsempfangende Stellen können juristische Personen des öffentlichen und des Privatrechts sowie Personengesellschaften sein. Die zuwendungsempfangende Stelle ist für die Projektumsetzung verantwortlich und schließt gegebenenfalls Kooperations-vereinbarungen mit den am Projekt beteiligten Trägern.

Die maximale Projektlaufzeit beträgt 36 Monate. Die jährliche Mindestfördersumme beträgt 100.000 Euro. AMIF gewährt 75 % der förderfähigen Gesamtausgaben. Der Beitrag aus dem AMIF kann auf 90 Prozent der Gesamtsumme erhöht werden. Der Eigenanteil kann durch Drittmittel finanziert, jedoch nicht durch Sachleistungen erbracht werden. Förderfähig sind unter anderem Personal- und Honorarausgaben, Mietkosten sowie Verbrauchs- und Versorgungsgüter.

Die Genehmigung des Nationalen Programms für den AMIF steht noch aus, der Förderaufruf wird voraussichtlich im Mai 2022 veröffentlicht. Unabhängig davon ist es jedoch bereits jetzt möglich, im Rahmen des vorzeitigen Maßnahmenbeginns mit Projekten zu starten. Bei Fragen hierzu kann das für Brandenburg zuständige AMIF-Bewilligungszentrum kontaktiert werden. Alle Detail- und Kontaktinformationen können hier aufgerufen werden. Informationen zu möglichen Projekten für Menschen aus der Ukraine finden Sie hier.

"P.I.A. - Perspektive. Integration. Arbeit"

Der Arbeitsmarkteinstieg ist mit vielen Hürden verbunden. Das Projekt „P.I.A. - Perspektive. Integration. Arbeit“ der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH ist auf Menschen zugeschnitten, die bei der Arbeitsmarktintegration auf Unterstützung angewiesen sind. „P.I.A.“ begleitet neu zugewanderte Menschen in Hennigsdorf bei der Vermittlung der Fachsprache, beim Bewerbungscoaching sowie beim arbeitsmarktintegrativen Coaching für Sprachkursteilnehmende. Im Falle einer Beschäftigungsaufnahme werden die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer in einem Betrieb begleitet und zielführend unterstützt.

Die Maßnahme ist auch für diejenigen Personen geeignet, die bereits einen Integrations- und/oder Berufssprachkurs des BAMF besucht haben oder besuchen. Im Rahmen von „P.I.A.“ erhalten Sie Lern- und Alltagsunterstützung. Für die Projektteilnahme reichen die Sprachkenntnisse auf dem Niveau A2.

Die Projektteilnahme kann durch einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) gefördert werden. Interessenten können sich dazu an das Jobcenter Oberhavel oder die Agentur für Arbeit wenden. Weitere Informationen zu „P.I.A. - Perspektive. Integration. Arbeit“ erhalten Sie in der FAW gGmbH bei Frau Marquardt-Chia telefonisch unter 03302 20 93-23 oder per E-Mail unter peepee.marquardt-chia@faw.de.

Projekt "Let's start"

Die Bildungswerk Ruth Welling gGmbH hat auf die im Zuge der Coronapandemie gewachsenen Lerndefizite bei den neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern reagiert und das Projekt Let´s start konzipiert, das nun an mehreren Grundschulen im Landkreis Oberhavel durchgeführt wird.

Frau Hendrich, Sie sind Vertreterin des Bildungswerks Ruth Welling in Oranienburg und haben das Projekt "Let´s start" mitentwickelt. Welche Ziele verfolgt das Vorhaben?
In unserem Projekt Let´s Start bieten wir zusätzlichen Unterstützungsbedarf zur Verbesserung der Sprach- und schulischen Basiskompetenzen an. Jedoch sind wir nicht nur Ansprechpersonen für die Kinder, sondern auch bei Bedarf für die Eltern und die Lehrkräfte, um zum Beispiel ein positives Lernklima zu schaffen oder auch die Lernkompetenzen der Schüler und Schülerinnen zu stärken.

Wie verläuft die Zusammenarbeit zwischen der pädagogischen Fachkraft, den Lehrkräften und den Schulsozialpädagogen?
Es erfolgt ein nach Bedarf gesteuerter Austausch mit den Lehrkräften und Schulsozialpädagogen, stets angepasst an den Bedarf des Kindes, wo zum Beispiel Lernstandsergebnisse, die Sprachförderung oder die Elternarbeit thematisiert werden.

Worauf legen Sie bei der Projektdurchführung besonderen Wert?
Der individuelle Lernstand der Kinder steht im Fokus. In unseren Nachhilfekursen arbeiten wir überwiegend mit spielerischen Ansätzen, um den verschiedenen Lerntypen gerecht zu werden und auch um einer möglichen Überforderung durch das zusätzlich Lernangebot entgegenzuwirken.

In Hennigsdorf läuft die Maßnahme an drei Grundschulen bereits seit einem Jahr. Welche Erfahrungen haben Sie in dieser Zeit sammeln können? Inwieweit ist es den pädagogischen Fachkräften des Bildungswerks Ruth Welling gelungen, im Projektverlauf zur Verbesserung der Leistungen der neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler beizutragen?
Der große Erfolg des Let´s Start-Projekts zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass unser Angebot stetig erweitert wird, die Kinder mit Spaß und Freude in die Kurse gehen und es keine Abbrüche gibt. Die Erfolge der Kinder sind messbar durch eine höhere Sprachkompetenz, aktivere Mitarbeit im Unterricht und das Festigen von sozialen Bindungen in Schule und Hort. Der persönliche Erfolg  eines jeden Kindes wird sich im Gesamtergebnis des Endjahreszeugnisses abbilden. Die Sprachförderung durch Lesen, Hören und Verstehen wirkt sich nicht nur positiv in Deutsch, sondern auch in Mathematik und Sachunterricht aus.

Änderung der Förderrichtlinie zur Durchführung von Integrationsmaßnahmen aus Mitteln der Integrationspauschale

Am 06.10.2021 hat der Kreistag die Änderung der Richtlinie des Landkreises Oberhavel zur Förderung der Integrationsmaßnahmen aus Mitteln der Integrationspauschale beschlossen. Demnach können die bislang nicht verwendeten Mittel aus der „kleinen“ Integrationspauschale, die den Städten und Gemeinden des Landkreises Oberhavel zur Verfügung stehen, auch in den kommenden Jahren (maximal bis zum Jahr 2024) verwendet werden. Die Änderung der Richtlinie steht auf dieser Webseite im Themenbereich Dokumente zu Herunterladen bereit.